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20.03.2026  | Datenvisualisierungen

Fehler vermeiden beim Power BI-Rollout: Drei Learnings aus realen Marktforschungsprojekten

Power BI Dashboards gehören mittlerweile zum Standard in der Marktforschung – sowohl zur internen Datenauswertung durch Marktforschende als auch als interaktives Tool, das Kundinnen und Kunden eigenständige Analysen und individuelle Insights (Self-Service-Analysen) ermöglicht. Unsere Power BI-Expertin Muriel hat im Beratungsalltag schon einige Projekte begleitet und dabei die ein oder andere Stolperfalle beobachtet. Damit Ihr Rollout möglichst reibungslos klappt, haben wir Muriel gefragt, welche Fehler sie am häufigsten erlebt und wie man sie praktisch vermeiden kann. Hier kommen ihre Top 3 Learnings!

Unsere Power BI-Expertin im Kurzporträt: Muriel Perillieux

Muriel ist seit Juni 2023 als Data Scientist Teil des SKOPOS ELEMENTS-Teams. Nach ihrem Master in BWL mit Schwerpunkt Marketing und Information Systems in Münster hat sie schon in mehrere Unternehmen hineingeschnuppert und Praxiserfahrung in Customer und Digital Analytics gesammelt. Heute setzt sie ihr Know-how mit ganz viel Begeisterung in der Datenaufbereitung und -visualisierung ein und begleitet bei uns Marktforschungsprojekte rund um Power BI.

Ob Datenmodell, Dashboard oder Troubleshooting: Muriel kennt die typischen Tücken beim Power BI-Rollout und teilt ihre besten Tipps direkt aus dem Beratungsalltag.

Muriel Perillieux

1. „PowerPoint-Denke“ in Power BI übertragen: Layout-Frust und technische Grenzen

Aus der Praxis: Viele Kundinnen und Kunden starten den Power BI-Rollout mit dem Anspruch, ihre bisherigen PowerPoint-Reports möglichst detailgetreu in ein Dashboard zu übersetzen. Klar, der Wunsch nach vertrautem Layout ist nachvollziehbar, aber Power BI tickt an vielen Stellen anders.

Typischer Stolperstein:
Zum Beispiel werden Achsenbeschriftungen oder Visualisierungsdetails in Power BI teilweise automatisch gesteuert und lassen sich nicht immer beliebig anpassen. Wer hier zu viel Perfektion erwartet, wird schnell frustriert, wenn das eigene Dashboard „anders“ aussieht als die gewohnte PPT-Folie.

Muriels Tipp:
Eine gesunde Toleranz gegenüber Layout-Abweichungen hilft. Es ist praktisch unmöglich, jedes Detail aus PowerPoint 1:1 nachzubauen. Stattdessen sollte man den Fokus darauflegen, welche Insights und Interaktionen wirklich relevant sind und das Dashboard als eigenständiges Werkzeug begreifen, das echtes Mehr bietet.

2. Datenmodell & Komplexität in Power BI: Planung ist die halbe Miete!

Aus der Praxis: Das Datenmodell steht schnell und Sie denken sich „Passt schon irgendwie“. Doch in vielen Projekten schlägt die Komplexität erst richtig zu, wenn nachträgliche Wünsche auftauchen: Geschäftsjahr flexibel anzeigen, zwischen gewichteten und ungewichteten Daten wechseln oder neue Variablen integrieren. Da reichen reine DAX-Anpassungen oft nicht aus – vor allem, wenn das Datenmodell nur für den „ersten Stand“ gebaut wurde und die Beziehungen zwischen Tabellen nicht ideal angelegt sind.

Typischer Stolperstein:
Änderungen an komplexen Measures kosten plötzlich viel Zeit. Noch schlimmer: Wenn das Datenmodell nicht sauber strukturiert ist (insbesondere die Richtung von Filterungen und die Verknüpfung von Tabellen), stimmen Kennzahlen nicht, die Filter greifen nicht wie gewünscht und die Anpassung wird zum Dauerbrenner.

Muriels Tipp:
Schon beim Start überlegen: Wie flexibel muss das Dashboard später sein? Planen Sie alternative Berechnungen, Filtertabellen und zentrale Wechseloptionen wie Geschäftsjahr oder Gewichtungen frühzeitig mit ein. Checken Sie regelmäßig die Beziehungen und Filterrichtungen zwischen Ihren Tabellen – oft hilft eine separate Filter-Tabelle, um Berechnungen sauber zu halten. Kurz gesagt: Je besser das Datenmodell, desto leichter und schneller sind spätere Anpassungen und DAX-Formeln umgesetzt.

3. Power BI nicht als interaktive Plattform nutzen, sondern als „PDF-Maschine“

Aus der Praxis: Viele Kundinnen und Kunden möchten mit Power BI automatisierte Berichte im PDF- oder PowerPoint-Format erzeugen. Das ist einerseits verständlich, aber andererseits verschenkt man dadurch die Hauptstärke von Power BI: Interaktivität!

Typischer Stolperstein:
Statt ein dynamisches Dashboard zu nutzen, entstehen wieder ellenlange PDFs wie bisher. Die Chance, Nutzende mit gezielten Drill-Downs und Filtermöglichkeiten zu empowern, bleibt auf der Strecke.

Muriels Tipp:
Überlegen Sie sich vor dem Rollout ganz bewusst: Wer nutzt das Dashboard und wie? Es lohnt sich, die Nutzenden gezielt zu schulen und sie zu ermutigen, die interaktive Funktionen auszuprobieren, also sich die relevanten Insights selbst herauszufiltern. Das macht Reporting schneller und flexibler.

Fazit: Was beim Power BI-Einstieg wirklich zählt

Power BI bietet viele Möglichkeiten und kann das Reporting in der Marktforschung revolutionieren – vorausgesetzt, Planung, Datenmodell und insbesondere die Nutzenden werden von Anfang an mitgedacht. Häufig stößt man dabei jedoch auf Herausforderungen: Für manche Dinge, die in der Theorie ganz simpel erscheinen, gibt es in Power BI keine einfache Lösung. Oft sind Workarounds nötig und gewisse Schritte bleiben umständlich. Deshalb ist es umso wichtiger, die Einführung sorgfältig zu planen und offen für neue Arbeitsweisen zu sein. Unsere Kollegin Muriel begleitet solche Power BI-Rollouts regelmäßig und weiß aus Erfahrung: Mit ein bisschen Planung und der Bereitschaft, Prozesse anzupassen, lassen sich viele typische Fehler vermeiden und aus dem Dashboard das Beste herausholen.

Sie planen einen Power BI-Rollout oder stehen vor besonderen Anforderungen? Melden Sie sich gerne bei uns! Wir teilen unsere Erfahrungen und unterstützen Sie mit Rat und Tat.

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Fehler vermeiden beim Power BI-Rollout: 3 Learnings aus realen Marktforschungsprojekten
Datenvisualisierungen / 20. März 2026
Fehler vermeiden beim Power BI-Rollout: 3 Learnings aus realen Marktforschungsprojekten

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Muriel Perillieux
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Muriel Perillieux
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